Zum Tode von Werner Tag: Seine Arbeit hat die Pfalz im Sport des Landes wichtig gemacht

11.03.2025 –  Hans-Peter Schössler

Am 4. März 2025 ist im Alter von 95 Jahren Werner Tag verstorben. In einer Wohnanlage für Senioren lebte er zuletzt in seinem geliebten pfälzischen Rockenhausen, wo er fast sein ganzes Leben verbracht hat. 

Im Verein in Rockenhausen

Von 1971 bis 1995 war er Geschäftsführer des Sportbundes Pfalz mit Sitz Barbarossaring Kaiserslautern, einer guten  Adresse für einen Sportverband, der unter Werner Tag Ansehen und Stärke erlangen sollte. Wichtig war, dass er über den Fußball das Ehrenamt kannte. Im Verein  in Rockenhausen, auf Kreis -und Verbandsebene. Und er war Vorsitzender der Sportjugend in der Pfalz.

  • Werner Tag

    Am 4. März 2025 ist im Alter von 95 Jahren Werner Tag verstorben. In einer Wohnanlage für Senioren lebte er zuletzt in seinem geliebten pfälzischen Rockenhausen, wo er fast sein ganzes Leben verbracht hat.

    Archivfoto: Sportbund Pfalz

Mann der Vereine

Profil und Struktur gab er dem Sportbund in diesen 24 Jahren. Ein Mann der Vereine und Verbände war er, des Breitensports und der Ausbildung von Übungsleitern. Sportstättenbau und Versicherungslösungen, die die Vereine schützten, lagen ihm am Herzen. Urpfälzisch war er, das Regionale bewahrend und doch mit dem freien Blick über die Pfalz hinaus. Werner Tag wusste, dass ein starker Landessportbund auch seinem Sportbund dienen würde. In der Entwicklung einer neuen Struktur der Sportökonomie, im selbstbewussten Miteinander mit dem Land,  dabei die Selbstverwaltung des Sportes als höchstes Gut wahrend, im Leistungssport, im Schulsport, bei der  Erarbeitung und Umsetzung des Sportförderungsgesetzes, in der Schaffung der Ausbildung von Organisationsleitern, die in Rheinland-Pfalz begann, in der internationalen Arbeit.

Nah dran am LSB

Vor allem als 1977 sein pfälzischer Präsident Eugen Müller auch LSB-Präsident wurde, war Werner Tag zwangsläufig noch näher dran am Landessportbund. Er lief nie Gefahr, die Interessen des pfälzischen Sportes zu vernachlässigen und  war doch auch ein überzeugter Teil der Sportentwicklung auf Landesebene.  Es waren zweifelsfrei Jahre, in denen die Sportpolitik in Rheinland-Pfalz wesentlich im Miteinander von Landessportbund und Sportbünden vom Hauptamt gemacht wurde, ohne dass dabei Loyalitätskonflikte zum Ehrennadel entstanden wären. Der Sport nutzte einfach den Informationsvorsprung, den das Hauptamt haben musste, weil es sich täglich mit den Themen beschäftigte. Und überragend waren dabei der Dialog und die Abstimmung mit dem Sportministerium. Das war die Grundlage der Stärke des Sports. Was auf den Tisch der Präsidien kam, war bestens vorbereitet im Sport selbst und mit der öffentlichen Sportverwaltung.

Lachen mit Zigarette

 Werner Tag konnte granteln und stur sein. Und herrlich befreit lachen, die Zigarette im Mund. Die öffentliche zur Schaustellung seiner Arbeit brauchte er nie. In der Pfalz und auch darüber hinaus wusste man um seinen Wert. Er schuf mit seiner Arbeit die Grundlagen für einen starken, selbstbewussten Sportbund Pfalz, der sich in seinen Jahren aus einer gewissen Zerrissenheit zwischen regionalem und landesweiten Anspruch des Sports löste. Werner Tag hat an beidem mitgewirkt. Und genau das hat die Pfalz im Sport des Landes so wichtig gemacht.