U20-DM: Kreuznacher Ringer Selim Satici holt Silber im freien Stil

02.04.2025 –  Schwerathletikverband Rheinland

Selim Satici vom VfL Bad Kreuznach ist neuer Deutsche Vize-Meister. Bei den Deutschen Meisterschaften der U20 im freien Stil in Frankfurt/Oder gewann der Ringer von der Nahe überzeugend bei seinem ersten Start bei nationalen Titelkämpfen in der Klasse bis 125 Kilogramm die Silbermedaille.

„Das ist schon beeindruckend“, freut sich Oliver Eich, der Abteilungsleiter Ringen beim VfL Bad Kreuznach und Jugendreferent des Schwerathletikverbandes Rheinland (SVR). Der junge Athlet habe sein großes Potenzial gezeigt sich mit starken Leistungen durch das Turnier gekämpft.

Im ersten Kampf unterlag Selim Satici dem späteren Deutschen Meister, dann folgten aber drei Siege gegen Arijan Mula (KSV Kirrlach), Aram Shikho (ASV Urloffen) und Immy Rudau (AVG Markneukirchen), was am Ende den zweiten Platz bedeutete.

Stützpunkttrainer Vladi Wagner lobte Selim für sein Selbstbewusstsein und seinen Ehrgeiz: „Trotz seiner noch begrenzten Erfahrung konnte Selim die Tipps und strategischen Anweisungen gut umsetzen.“ Auch Hamid Nikkhah, der als Betreuer dabei war, zeigte sich erfreut über Selims Leistung. „Selim entwickelt sich von Training zu Training immer weiter“, sagte er. Alexey Wagner, SVR-Sportreferent und Stützpunkttrainer im Rheinland, sieht bei ihm großes Potenzial. „Ich denke schon, dass er die nächsten Jahre Erfolge erzielen kann, wenn er weiter fleißig trainiert und am Ball bleibt“, so Wagner.

„Ich freue mich sehr über diese Silbermedaille“, meinte SVR-Präsident Thomas Ferdinand. Dieses tolle Ergebnis sei auch deshalb erstaunlich, weil Selim Satici erst seit zwei Jahren im Ringen aktiv ist und diese Meisterschaft sein erstes großes Turnier gewesen sei. Dabei wollte der Präsident den Sportler eigentlich nicht auf diese Meisterschaften schicken angesichts der weiten Anreise und den damit verbundenen Kosten. „Doch Oliver Eich hat an ihn geglaubt und auch betont, dass der Sportler eine Medaille holen wird. Zum Glück bin ich Oliver gefolgt“, meinte Ferdinand schmunzelnd und lobte Bad Kreuznach: „Dieser Erfolg bestätigt die gute Arbeit, die von den Trainern am Landesstützpunkt gemacht wird.“

Ohne Sieg blieb in Frankfurt/Oder der zweite Starter aus dem Rheinland, Erik Hanikel vom RC Neuwied, der vor zwei Wochen bei der U17 Deutscher Meister geworden war. Er verlor in der ersten Runde in der Klasse bis 57 Kilo gegen John Keterling (KFC Leipzig), der aber nicht ins Finale einzog, sodass der Neuwieder die Hoffnungsrunde verpasste. „Die vergangenen Wochen waren für Erik nicht einfach. Nach der Goldmedaille erkrankte er und musste im Training pausieren. Da verlor er vier Kilo, war damit deutlich leichter als sein Gegner“, so Vladi Wagner, der die Sportler in Frankfurt/Oder betreute.

Bei den parallel ausgetragenen U20-Meisterschaften im klassischen Stil im südbadischen Zell verpasste Kevin Dell (VfL Bad Kreuznach) in der Klasse bis 130 Kilo eine Medaille. Er unterlag im kleinen Finale gegen Maximilian Leo (TSV Berchtesgaden) auf Schultern. In der ersten Runde hatte er gegen den späteren Silbermedaillengewinner Johannes Müller verloren, da dieser aber das Finale erreichte, bekam er noch die Chance auf Bronze. Am Ende blieb Platz fünf.

In der Klasse bis 67 Kilo war Marc Wilhelmy (WKG Metternich-Rübenach-Boden) mit einem Sieg ins Turnier gestartet, in der zweiten Runde verlor er aber gegen den späteren Deutschen Meister Kevin Karl (SV Fellbach), in der Hoffnungsrunde unterlag er Ilja Pavlenkov (KSV Wiesbaden), sodass am Ende der siebte Platz blieb.

Den siebten Platz erreichte auch in der Kategorie bis 87 Kilo Tim Kisner (WKG Metternich-Rübenach-Boden). Er unterlag in der ersten Runde gegen Gerasimos Zagliveris (SV Fellbach und schied damit aus. In dieser Gewichtsklasse unterlag auch Vincent Gälweiler (VfL Bad Kreuznach) in er ersten Runde gegen Alex Pfersdorf (SV Jugendkraft Albrechts), was das Aus bedeutete. Er belegte den achten Platz. Ebenfalls eine Niederlage in der ersten Runde musste Nikita Hörner (VfL Bad Kreuznach) hinnehmen. Für ihn blieb in der Kategorie bis 72 Kilo der 14. Platz.

Bei beiden Deutschen Meisterschaften waren auch die beiden Bundeslizenz-Kampfrichter aus dem Rheinland, Laura Ferdinand und Alexey Wagner, auf der Matte im Einsatz.