Ringer-Talente Kai und Erik Hanikel sind neue Deutsche Meister bei der U17
21.03.2025 – Schwerathletikverband Rheinland
Die beiden Zwillinge lieferten in Werdau in Sachsen hervorragende Leistungen ab. Beide gewannen in ihren Gewichtsklassen – Erik startete in der Kategorie bis 51 Kilo, sein Bruder Kai im 48 Kilo-Limit – alle Kämpfe vorzeitig und überlegen. Und auch im Finale setzten sich Kai Hanikel gegen Jordi Ball vom KV Riegelsberg und Erik Hanikel gegen Emin Letaief vom SC Nürnberg 04 durch.
„Das war eine hervorragende Leistung der beiden Jungs – sie sind beide völlig verdient Deutscher Meister geworden“, freut sich Thomas Ferdinand, Präsident des Schwerathletikverbandes Rheinland. Und Vladi Wagner, Stützpunkttrainer in Koblenz, der in Werdau das Rheinland-Team am Mattenrand betreute, war voller Lob: „Kai hat in beeindruckender Weise seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt, indem er sich mit vier technisch überlegenen Siegen bis ins Finale kämpfte. Im Finale zeigte er eine herausragende Leistung und schulterte seinen Gegner bereits in der ersten Runde. Besonders bemerkenswert waren seine Konzentration und die Fähigkeit, die Tipps und Strategien seiner Trainer erfolgreich umzusetzen.“ Wagner ist optimistisch, dass Kai auf dem Weg zu einer erfolgreichen Karriere ist. Seine tollen Leistungen werden schon jetzt belohnt: DRB-Bundestrainer Marcel Ewald hat Kai Hanikel zu einem DRB-Lehrgang im April eingeladen.
Doch auch für den Zwillingsbruder findet der Stützpunkttrainer Lob. „Erik zeigte ebenfalls eine beeindruckende Leistung. Mit fünf technisch überlegenen Siegen kämpfte er sich souverän ins Finale. Dort überzeugte er mit seiner herausragenden Kontrolle über den Kampf“, betont Vladi Wagner. Nach den Titeln 2021 und 2023 habe ihn eine Verletzung zurückgeworfen. „Doch er kämpfte sich zurück, ließ sich nicht entmutigen und zeigte eine beeindruckende Rückkehr. Diese Leistung ist ein Zeichen seiner starken Mentalität und seines außergewöhnlichen Talents“, so der Nachwuchstrainer.
Kai und Erik Hanikel sind damit die zwei erfolgreichsten Ringer aus dem Rheinland der vergangenen Jahre. Kai Hanikel war im vergangenen Jahr bei der U17 schon Deutscher Meister, bereits bei der A-Jugend errang er eine Goldmedaille, bei der B-Jugend gab es außerdem Silber und Bronze. Erik Hanikel wurde 2024 aufgrund einer Verletzung nur Siebter, bei der A-Jugend gewann er 2023 Silber, bei der B-Jugend wurde er zweimal Deutscher Meister. Insgesamt haben die Neuwieder Zwillinge damit zusammen bereits sechs Meistertitel und neun DM-Medaillen errungen.
Bei den parallel stattfindenden Deutschen Meisterschaften im Greco in Reilingen verpasste Ilya Gusev von der WKG Metternich-Rübenach-Boden knapp und unglücklich eine Medaille. Trotz fünf Siegen in sechs Kämpfen, darunter auch ein Punktsieg gegen den späteren Vizemeister Giuseppe Gerbino (KSV Ketsch), wurde er in seinem Pool nur Dritter und erreicht nur das Finale um Rang fünf, das er gegen Kyriakos Papadopoulos (SV Fellbach) verlor. Nach dem vierten Platz bei der B-Jugend wurde er damit wie 2024 Sechster in der Klasse bis 65 Kilo. „Das war schade. Ilya hat tolle Leistungen gezeigt, mehrere Kämpfe vorzeitig gewonnen. Großes Lob daher für ihn. Dass er eine Medaille verpasste, war unglücklich. Er hätte eine bessere Platzierung durchaus verdient“, so Landestrainer Karl-Heinz Helbing, der in Reilingen das Team aus dem Rheinland betreute.
Die beiden anderen SVR-Starter Korbinian Dieterle und Til Wunderlich (beide WKG Metternich-Rübenach-Boden) zahlten bei ihrem ersten U17-Start Lehrgeld, schieden jeweils nach zwei Niederlagen aus. „Ich bin hier nicht enttäuscht. Beide zeigen im Training sehr gute Leistungen, aber ihnen fehlen in unserem kleinen Landesverband einfach Trainingspartner, damit sie auch auf nationaler Ebene gut mithalten können“, so Helbing.